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D-Dimer — Marker der Blutgerinnung

D-Dimer zeigt die Fibrinolyse-Aktivität. Erfahren Sie, was ein erhöhter D-Dimer-Wert bedeutet und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

Aktualisiert: 29.8.2026

Referenzbereiche (typische Erwachsenenwerte)

Für wenBereichEinheit
Erwachsene0.5µg/mL

Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor — der Bereich auf Ihrem eigenen Befund gilt immer zuerst.

Was ist D-Dimer

D-Dimer ist ein Proteinfragment, das im Blut erscheint, wenn der Körper Blutgerinnsel abbaut. Wenn sich irgendwo im Körper ein Thrombus bildet, beginnt gleichzeitig die Fibrinolyse — der Prozess des Gerinnselabbaus. D-Dimere sind Nebenprodukte dieses Abbaus, die in einer Blutuntersuchung nachgewiesen werden können.

Dieser Marker ist besonders nützlich als „Ausschlusstest" — wenn der D-Dimer-Spiegel normal ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine aktive Thrombusbildung stattfindet. Die Untersuchung wird in der Regel aus einer venösen Blutprobe durchgeführt.

Referenzbereiche

Die obere Referenzgrenze der meisten Laboratorien liegt bei 0,5 µg/mL (oder 500 µg/L FEU-Einheiten). Unterhalb dieser Grenze gilt das Ergebnis als negativ. Bei älteren Personen (über 50 Jahre) wenden einige Laboratorien einen altersangepassten Schwellenwert an: Alter × 10 µg/L. Während der Schwangerschaft steigt der D-Dimer-Spiegel natürlich an, sodass Standardgrenzen nicht gelten.

Warum D-Dimer erhöht sein kann

Ein erhöhter D-Dimer-Spiegel zeigt an, dass im Körper Gerinnungs- und Fibrinolyseprozesse ablaufen. Dies kann mit tiefer Venenthrombose, Lungenembolie, disseminierter intravasaler Koagulopathie (DIC), chirurgischen Eingriffen oder Traumata zusammenhängen. D-Dimer steigt auch bei Infektionen, Entzündungen, Krebserkrankungen und Leberversagen an. Schwangerschaft, hohes Alter und längere Bettruhe können diesen Marker ebenfalls erhöhen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein erhöhter D-Dimer-Spiegel an sich keine Diagnose darstellt — er ist ein Signal, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind.

Warum D-Dimer niedrig sein kann

Ein niedriger oder nicht nachweisbarer D-Dimer-Spiegel ist normal und zeigt an, dass im Körper keine aktive Blutgerinnselbildung oder -auflösung stattfindet. Dies ist das bestmögliche Ergebnis, wenn die Untersuchung wegen eines vermuteten thrombotischen Ereignisses durchgeführt wird.

In sehr seltenen Fällen kann ein falsch niedriges Ergebnis auftreten, wenn die Probe in einem sehr frühen Stadium der Thrombose entnommen wird oder wenn die Symptome vor langer Zeit begonnen haben (mehr als zwei Wochen).

Was als Nächstes zu tun ist

Wenn der D-Dimer-Spiegel erhöht ist, ordnet der Arzt in der Regel zusätzliche Untersuchungen an: Venenultraschall der Beine (zum Ausschluss einer tiefen Venenthrombose), Thorax-CT mit Kontrastmittel (bei Lungenembolie), Blutbild und Gerinnungspanel. Wenn D-Dimer normal ist und die klinische Wahrscheinlichkeit gering — sind zusätzliche Untersuchungen in der Regel nicht erforderlich.

Interpretieren Sie die Ergebnisse nicht selbstständig — besprechen Sie sie immer mit Ihrem Arzt, der das gesamte klinische Bild beurteilen wird.

Verlaufskontrolle

D-Dimer-Tests werden bei gesunden Personen nicht routinemäßig durchgeführt — sie werden bei konkreten Symptomen oder klinischem Verdacht angeordnet. Bei Patienten, die Antikoagulanzien einnehmen oder eine Thrombose-Vorgeschichte haben, kann der Arzt diesen Marker jedoch regelmäßig überprüfen.

Wenn Sie bemerken, dass Ihre D-Dimer-Ergebnisse in mehreren Untersuchungen kontinuierlich ansteigen, ist dies ein Gesprächsthema mit Ihrem Arzt.

Fragen an Ihren Arzt

1. Könnte mein erhöhter D-Dimer mit einer kürzlich durchgemachten Infektion oder einem chirurgischen Eingriff zusammenhängen? 2. Sind zusätzliche bildgebende Untersuchungen erforderlich (Venenultraschall, CT-Angiographie)? 3. Sollte ich diesen Test nach einiger Zeit wiederholen? 4. Könnten mein Alter und andere Erkrankungen das erhöhte Ergebnis erklären?

Verfolgen Sie Ihr D-Dimer im Zeitverlauf

Laden Sie Ihre Laborergebnisse hoch (XLSX/CSV oder manuell), sehen Sie jeden Wert auf einer Zeitachse gegen Referenzbereiche und erhalten Sie eine klare KI-Erklärung. Speicherung und Diagramme sind kostenlos.

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