Nächtliches SpO2: Normalwerte und was ein Abfall bedeutet
Die nächtliche Sauerstoffsättigung sollte ≥94 % liegen. Erfahren Sie, was einen Abfall verursacht und wann ärztliche Hilfe nötig ist.
Aktualisiert: 7.9.2026
Referenzbereiche (typische Erwachsenenwerte)
| Für wen | Bereich | Einheit |
|---|---|---|
| Erwachsene | 94 – – | % |
Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor — der Bereich auf Ihrem eigenen Befund gilt immer zuerst.
Was ist es
Das nächtliche SpO2 gibt die Sauerstoffsättigung des Blutes während des Schlafs an, gemessen durch Pulsoxymetrie am Handgelenk oder Finger. Es zeigt, wie effizient die Lungen und das Herz-Kreislauf-System den Körper mit Sauerstoff versorgen, während der Schlaf keine bewusste Kontrolle der Atmung erlaubt.
Normalwerte
Ein Wert von ≥94 % gilt als normaler Bereich für die nächtliche Sauerstoffsättigung bei Erwachsenen. Kurze, vorübergehende Abfälle können physiologisch sein; anhaltende Werte unter 90 % sollten ärztlich abgeklärt werden.
Warum er zu niedrig sein kann
Die häufigste Ursache für niedrige nächtliche SpO2-Werte ist die obstruktive Schlafapnoe (OSA), bei der wiederholte Atemaussetzer die Sauerstoffzufuhr unterbrechen. Weitere Ursachen sind chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Herzinsuffizienz, Rauchen sowie Aufenthalte in großer Höhe.
Warum er höher sein kann
Werte über 98–99 % sind bei gesunden Erwachsenen ungewöhnlich und klinisch wenig relevant. Eine leichte Erhöhung im Vergleich zu früheren Messungen nach dem Aufhören mit dem Rauchen oder nach einer Verbesserung der Lungenfunktion kann auftreten.
Was als nächstes zu tun ist
Bei wiederholten nächtlichen SpO2-Werten unter 90 % ist eine ärztliche Konsultation angezeigt. Ein Schlafstörungsscreening oder eine Schlaflaboruntersuchung kann bei Verdacht auf Schlafapnoe sinnvoll sein. Das Meiden von Alkohol und Sedativa vor dem Schlafengehen kann die Atemwegsstabilität verbessern.
Verlaufskontrolle
Verfolgen Sie den nächtlichen SpO2-Wert über mehrere Wochen und notieren Sie Zusammenhänge mit Schlafposition, Alkohol, Erkältungen oder Aufenthalten in großer Höhe. Trends über mehrere Nächte sind aussagekräftiger als Einzelmessungen.
Fragen für Ihren Arzt
- Könnten meine SpO2-Werte auf eine Schlafapnoe hinweisen?
- Welche Untersuchungen empfehlen Sie bei wiederholten Abfällen unter 90 %?
- Beeinflussen meine Grunderkrankungen (z. B. COPD, Herzinsuffizienz) den nächtlichen SpO2-Wert?