Erythrozyten im Urin (BLD): Ursachen und Normwerte
Rote Blutkörperchen (Blut) im Urin — was ein positives Ergebnis bedeutet, häufige Ursachen und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte.
Aktualisiert: 2.9.2026
Referenzbereiche (typische Erwachsenenwerte)
Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor — der Bereich auf Ihrem eigenen Befund gilt immer zuerst.
Was sind Erythrozyten im Urin (BLD)
Erythrozyten im Urin (BLD) bezeichnet rote Blutkörperchen, die bei einer Urinuntersuchung nachgewiesen werden. Normalerweise sollte Blut im Urin nicht vorhanden oder nur in sehr geringen Mengen vorhanden sein. Dieser Wert wird häufig mit einem Urinteststreifen ermittelt; für eine genauere Beurteilung wird eine Urinmikroskopie durchgeführt. Das Vorhandensein von Blut im Urin wird als Hämaturie bezeichnet. Sie kann mit dem bloßen Auge sichtbar sein (Makrohämaturie) oder nur durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden (Mikrohämaturie).
Referenzbereiche
Die meisten Labore bewerten das Ergebnis als negativ (normal) oder positiv (erfordert Aufmerksamkeit). Quantitativ gilt ein Ergebnis von 0–3 Erythrozyten pro Gesichtsfeld in der Mikroskopie als normal. Der Teststreifen zeigt in der Regel negativ oder Spuren an.
Warum die Erythrozytenzahl im Urin steigen kann
Ein positives Ergebnis kann mit Folgendem zusammenhängen:
- Harnwegsinfektion (HWI) — die häufigste Ursache, besonders bei Frauen.
- Nierensteine — mechanische Verletzung der Harnwege.
- Prostatastörungen — bei älteren Männern.
- Körperliche Belastung — intensiver Sport kann manchmal eine vorübergehende Hämaturie verursachen.
- Menstruation — kann ein falsch positives Ergebnis liefern.
- Medikamente — Antikoagulanzien.
- Glomerulonephritis — Entzündung der Nierenglomeruli.
Seltenere Ursachen sind Blasen- oder Nierentumoren.
Warum das Ergebnis falsch positiv sein kann
Bestimmte Situationen können zu einem falsch positiven Teststreifenergebnis führen:
- Myoglobinurie (nach Muskelschäden)
- Stark konzentrierter Urin
- Bestimmte Lebensmittel (Rote Bete)
Wenn das Teststreifenergebnis positiv ist, ordnet der Arzt in der Regel eine Urinmikroskopie zur Bestätigung an.
Wie es weitergeht
1. Keine Panik — die häufigste Ursache ist harmlos. 2. Wiederholen Sie den Test nach 1–2 Wochen. 3. Achten Sie auf weitere Symptome: Schmerzen, Fieber oder Beschwerden beim Wasserlassen. 4. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn das Ergebnis wiederholt positiv ist.
Verlaufsbeobachtung
Ein einzelner positiver Befund erfordert häufig keine weiteren Maßnahmen. Wenn jedoch mehrfach hintereinander Erythrozyten im Urin nachgewiesen werden, ist dies eine wichtige Information für Ihren Arzt. Auf der QbiLabs-Plattform können Sie diesen Wert zusammen mit anderen Urinwerten und Nierenfunktionsparametern (Kreatinin, eGFR) verfolgen.
Fragen an Ihren Arzt
- Im Urin wurde Blut gefunden — welche weiteren Untersuchungen sollten in Betracht gezogen werden?
- Könnte dies mit körperlicher Belastung oder Medikamenten zusammenhängen?
- Sollte der Test wiederholt werden, und nach wie langer Zeit?
- Würde eine Urinmikroskopie das Teststreifenergebnis bestätigen?
- Ab wann sollte ich zu einem Urologen oder Nephrologen überwiesen werden?
*Dies ist keine medizinische Beratung. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Entscheidungen an Ihren Arzt.*