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Leukozyten im Urin (LEU): Was der Test zeigt

Leukozyten im Urin (LEU) -- was ein positives Ergebnis bedeutet, häufige Ursachen und welche Zusatzuntersuchungen nötig sein können.

Aktualisiert: 3.9.2026

Referenzbereiche (typische Erwachsenenwerte)

Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor — der Bereich auf Ihrem eigenen Befund gilt immer zuerst.

Was sind Leukozyten im Urin

Leukozyten (LEU) sind weiße Blutkörperchen, die normalerweise im Urin in sehr geringen Mengen oder gar nicht nachweisbar sind. Eine Erhöhung der Leukozyten im Urin wird als Leukozyturie bezeichnet und weist meist auf eine Entzündung der Harnwege hin.

Dieser Wert wird im Rahmen einer allgemeinen Urinuntersuchung bestimmt -- mit einem Urin-Teststreifen oder mittels Mikroskopie. Er gehört zu den am häufigsten beurteilten Urinparametern.

Referenzwerte

Normal: negatives Ergebnis oder bis zu 5 Leukozyten pro Gesichtsfeld (Mikroskopie). Der Urin-Teststreifen zeigt in der Regel negativ, Spuren oder positiv an.

Der von Ihrem Labor angegebene Referenzbereich ist stets maßgeblich, da die Methoden variieren können.

Warum Leukozyten im Urin erhöht sein können

Eine erhöhte Leukozytenzahl im Urin bedeutet meist, dass der Körper eine Infektion oder Entzündung in den Harnwegen bekämpft:

  • Harnwegsinfekt (HWI) -- die häufigste Ursache. Bakterien lösen eine Entzündung aus, und der Körper sendet Leukozyten. Meist begleitet von Brennen, häufigem Wasserlassen, manchmal Fieber.
  • Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung) -- eine schwerere Form des HWI, bei der die Infektion die Nieren erreicht. Begleitet von Fieber, Rückenschmerzen.
  • Interstitielle Nephritis -- eine durch Medikamente oder andere Faktoren verursachte Nierenentzündung.
  • Sexuell übertragbare Infektionen -- einige Infektionen (Chlamydien, Gonorrhoe) können eine Leukozyturie verursachen.
  • Nierensteine -- mechanische Schädigung und Entzündung.
  • Sterile Leukozyturie -- Leukozyten werden gefunden, aber keine Bakterien. Kann auf Tuberkulose, interstitielle Nephritis oder eine atypische Infektion hinweisen.

Warum das Ergebnis falsch positiv sein kann

  • Vaginale Kontamination -- bei unsachgemäßer Probenentnahme können Leukozyten aus der Vagina in den Urin gelangen.
  • Medikamente -- einige Arzneimittel können das Teststreifenergebnis beeinflussen.
  • Starke Dehydratation -- sehr konzentrierter Urin kann manchmal ein ungenaues Ergebnis liefern.

Daher ist es wichtig, die Urinprobe korrekt zu entnehmen -- Mittelstrahlurin, nach einer Hygienemaßnahme.

Was ist als Nächstes zu tun

1. Zeigt der Teststreifen ein positives LEU-Ergebnis -- ordnet der Arzt in der Regel eine Urinkultur an, um die spezifische Bakterie zu identifizieren. 2. Achten Sie auf Symptome: Schmerzen, Fieber, Veränderungen der Urinfarbe oder des Geruchs. 3. Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit -- das unterstützt die Hygiene der Harnwege. 4. Wiederholen Sie die Untersuchung nach der Behandlung, um sicherzustellen, dass die Entzündung abgeklungen ist. 5. Werden Leukozyten wiederholt ohne erkennbare Ursache gefunden -- konsultieren Sie einen Urologen oder Nephrologen.

Verlaufskontrolle

Ein einzelnes positives Ergebnis, insbesondere ohne Symptome, bedeutet nicht immer eine Erkrankung. Wiederkehrende Leukozyturie ist jedoch ein wichtiges Signal.

Auf der QbiLabs-Plattform können Sie Urinuntersuchungsergebnisse verfolgen und Trends erkennen, insbesondere wenn Urinuntersuchungen regelmäßig durchgeführt werden.

Fragen an Ihren Arzt

  • In meinem Urin wurden Leukozyten gefunden -- ist eine Urinkultur erforderlich?
  • Könnte das mit den Medikamenten zusammenhängen, die ich einnehme?
  • Leukozyten wurden gefunden, aber ich habe keine Symptome -- könnte es sich um eine sterile Leukozyturie handeln?
  • Wie oft sollte ich die Urinuntersuchung wiederholen?
  • Sollte ich einen Urologen aufsuchen?

*Dies ist keine medizinische Beratung. Besprechen Sie gesundheitliche Entscheidungen mit Ihrem Arzt.*

Verfolgen Sie Ihr Leukozyten im Urin (LEU) im Zeitverlauf

Laden Sie Ihre Laborergebnisse hoch (XLSX/CSV oder manuell), sehen Sie jeden Wert auf einer Zeitachse gegen Referenzbereiche und erhalten Sie eine klare KI-Erklärung. Speicherung und Diagramme sind kostenlos.

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