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PTH (Parathormon)

PTH reguliert Kalzium und Phosphat. Warum Parathormon erhöht oder erniedrigt sein kann und was zu tun ist.

Aktualisiert: 1.9.2026

Referenzbereiche (typische Erwachsenenwerte)

Für wenBereichEinheit
Erwachsene1565pg/mL (pmol/L)

Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor — der Bereich auf Ihrem eigenen Befund gilt immer zuerst.

Was ist PTH

PTH (Parathormon, Parathormon) ist ein Hormon, das von den Nebenschilddrüsen produziert wird und den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel im Körper reguliert. Vier kleine Nebenschilddrüsen befinden sich in der Nähe der Schilddrüse am Hals.

Wenn der Kalziumspiegel im Blut sinkt, erhöhen die Nebenschilddrüsen die PTH-Produktion. PTH wirkt auf drei Wegen: Es stimuliert die Kalziumresorption aus den Knochen, erhöht die Kalziumrückresorption in den Nieren und steigert indirekt (über Vitamin D) die Kalziumaufnahme im Darm.

PTH wird zusammen mit Kalzium, Phosphat und Vitamin D untersucht — nur gemeinsam liefern sie ein vollständiges Bild.

Referenzbereiche

Üblicher Bereich: 15–65 pg/mL (Pikogramm pro Milliliter). In SI-Einheiten — etwa 1,6–6,9 pmol/L.

Der Referenzbereich des Labors ist am wichtigsten, da verschiedene Testmethoden leicht unterschiedliche Normen haben können. Wichtig: Biotin-Präparate können den PTH-Test beeinflussen und fälschlicherweise niedrige Ergebnisse liefern — informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Biotin einnehmen.

Warum PTH erhöht sein kann

  • Primärer Hyperparathyreoidismus — die häufigste Ursache, wenn eine oder mehrere Nebenschilddrüsen zu viel PTH produzieren (meist durch ein Adenom). Auch der Kalziumspiegel im Blut ist erhöht.
  • Vitamin-D-Mangel — eine häufige Ursache des sekundären Hyperparathyreoidismus. Bei Vitamin-D-Mangel nimmt die Kalziumaufnahme im Darm ab, und die Nebenschilddrüsen steigern kompensatorisch die PTH-Produktion. Kalzium ist meist normal oder niedrig.
  • Chronische Nierenerkrankung — die Nieren aktivieren Vitamin D unzureichend und scheiden Phosphat nicht ausreichend aus, was die PTH-Produktion stimuliert.
  • Kalziummangel in der Ernährung — unzureichende Kalziumzufuhr erhöht PTH langfristig.

Warum PTH erniedrigt sein kann

  • Hypoparathyreoidismus — die häufigste Ursache ist chirurgischer Natur (die Nebenschilddrüsen werden bei einer Schilddrüsenoperation versehentlich beschädigt). Der Kalziumspiegel im Blut ist erniedrigt.
  • Autoimmuner Hypoparathyreoidismus — ein seltener Zustand, bei dem der Körper die Zellen der Nebenschilddrüsen schädigt.
  • Hypomagnesiämie — stark erniedrigtes Magnesium kann die PTH-Sekretion blockieren.
  • Hyperkalzämie ohne PTH-Erhöhung — wenn Kalzium aus anderen Gründen erhöht ist (z. B. bei einer Tumorerkrankung), wird PTH physiologisch supprimiert.

Was als Nächstes zu tun ist

Bei erhöhtem PTH sollten zunächst die Vitamin-D- und Kalziumspiegel überprüft werden. Dies hilft, den primären Hyperparathyreoidismus (hohes PTH + hohes Kalzium) vom sekundären (hohes PTH + niedriges oder normales Kalzium durch Vitamin-D-Mangel) zu unterscheiden.

Wenn PTH durch Vitamin-D-Mangel erhöht ist, kann eine Vitamin-D-Supplementierung den PTH-Spiegel normalisieren. Ihr Arzt kann empfehlen:

  • Messung von 25-OH Vitamin D, ionisiertem Kalzium und Phosphat.
  • Knochendichtemessung (wenn PTH lange erhöht war).
  • Beurteilung der Nierenfunktion.

Verlaufsbeobachtung

Die Beobachtung von PTH ist bei der Behandlung eines Vitamin-D-Mangels wichtig — ein sinkender PTH-Wert zeigt, dass die Supplementierung wirkt. Beim primären Hyperparathyreoidismus hilft die PTH-Verlaufskontrolle, das Fortschreiten der Erkrankung zu verfolgen.

Eine Vorgeschichte von Nierensteinen zusammen mit erhöhtem PTH ist ein wichtiges Signal für den Arzt, da Hyperparathyreoidismus eine der Ursachen von Nierensteinen ist.

Fragen an Ihren Arzt

1. Hängt mein erhöhter PTH mit einem Vitamin-D-Mangel oder einem primären Hyperparathyreoidismus zusammen? 2. Welchen Vitamin-D-Spiegel sollte ich anstreben, um PTH zu normalisieren? 3. Brauche ich eine Knochendichtemessung? 4. Könnte meine Nierenfunktion mit dem erhöhten PTH zusammenhängen? 5. Sollte ich PTH regelmäßig wiederholen lassen, und wie oft?

*Dies ist keine medizinische Beratung. Bitte konsultieren Sie bei gesundheitlichen Entscheidungen Ihren Arzt.*

Verfolgen Sie Ihr PTH (Parathormon) im Zeitverlauf

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